Astrologie beweisbar?

Welche Gefahren ergeben sich in diesen Diskussionen

Müssen wir Astrologie – im Sinne der heutigen Wissenschaft – beweisbarer machen?

Wollen wir Astrologen unser „ Handwerkszeug „ denn überhaupt in enge wissenschaftliche Diskussionen verstricken?
...Die Stärke der seriösen Astrologie ist doch gerade die Mittlerrolle und die darauf aufbauende Übersetzungsqualität zwischen dem materiellen Leben und dem Induktionsfeld aus Kosmos und übermateriellen Einflüssen.
Der alte und der Jahrhunderte überdauernde Grundsatz "wie oben – so unten" besagt in einfachen Worten nichts anderes, dass jegliche Schwingungen und deren Impulse im Einzelnen, sowie im Ganzen seinen Einfluss haben.

Die Astrologie nimmt darauf Bezug und interpretiert oder übersetzt diese Einflüsse und Impulse zum besseren Verständnis, wobei sie aus Jahrhundert altem Erfahrungsschatz aber auch dynamischem Entwicklungspotential schöpfen kann.

Gerade in unserem Zeitalter, in dem Kontroversen und gegensätzliche Strömungen so deutlich sind, findet Astrologie ihren berechtigten Platz als Mediator und da Astrologie und Ihre Kundigen selbst dieser Spannung ausgesetzt sind, wird sie sich reformieren aber ihre Werte und Weisheit anerkannt finden.
Betrachtet man den Zeitgeist, so finden wir einerseits fundamentales, ideologisches > nicht wissenschaftlich beweisbares < Streben nach Einheit und Sinngebung.

Andererseits eine streng materialistische Welt und die Wissenschaft, die nur nach diesen Gesetzen akzeptiert oder ablehnt.
Ist es nicht ein Widerspruch, wenn der Papst – als Stellvertreter Gottes auf Erden – und die Kirche von Millionen Menschen auf aller Welt anerkannt, ja sogar als höchste Instanz in Gott gesehen wird, gleichzeitig Buddhisten und die Anhänger des Islams Ihre Religion als unantastbare Wahrheit betrachten, während dessen die wissenschaftliche Geisteshaltung alles in Abrede stellt und sich als engen Maßstab der Akzeptanz des Beweisbaren sieht?

Mein Respekt gilt all jenen Astrologen, die sich der Mühe und der Aufgabe stellen, Akzeptanz und Anerkennung zu erreichen, sich berufen fühlen transparente Erklärungen zu finden und Astrologie zu einer verständlichen Erfahrungswissenschaft weiter zu führen.

Meine Bedenken in der Frage der Beweisbarkeit der Astrologie, begründen sich in der Gefahr der üblichen Kontroversen.
Der Versuch, Astrologie als reduzierte Konstante mit Gesetzen der Wissenschaft nachzuweisen, ist der Versuch den kleinsten aller Nenner zu finden und wird dieser Erfahrungswissenschaft nicht gerecht.

Ohne überheblich zu klingen frage ich: Müssen wir ALLES und JEDES auf die Summe berechenbarer oder messbarer Prozesse bringen und weshalb sollten wir Astrologie und vor wem beweisen ?
Das gesamte Spektrum der Astrologie steht all jenen offen, die es studieren, es respektvoll anwenden, niemals aufhören zu forschen um zu lernen und zu begreifen und dieses Wissen weiter vererben an alle interessierten Menschen, zu deren Nutzen .

In diesem Sinne grüßt Sie Renate Benesch